Was es heißt, unternehmerisch wie Islands Fussballer zu agieren!

Fussballer

 

Berlin hat 10 mal so viele Einwohner wie ganz Island. Stellen wir uns vor, der Bezirk Berlin Mitte (ca. 360‘000 Einwohner) hätte es geschafft, aus den Bewohnern eine Fussballmannschaft zusammenzustellen, die in der Europameisterschaft im Viertelfinale steht. Oder in der Schweiz stellt der Kanton Tessin eine Nationalmannschaft zusammen. Das sind die Grössenverhältnisse.

Wow! Das wollen wir auch können. Es stellt sich die Frage: Wie geht das?

Unternehmerisch würde diese Frage lauten: wie schaffen wir es, als kleines oder mittelgrosses Unternehmen gegen die grossen Marktführer anzukommen?

In der Arbeit mit MyCle gibt es die Möglichkeit, sich durch solche Impulse anregen zu lassen. Also habe ich aus dieser Perspektive einmal drei unterschiedliche Aspekte herausgegriffen und in den unternehmerischen Kontext gestellt. Das sind: das Team, die Ressourcen und die Strukturen.

Das Team

FBPost2Wer das Fussballspiel Island gegen England bei der EM 2016 gesehen hat, dem ist sofort klar: das Team hat perfekt funktioniert. Was heisst funktioniert? Es hat harmonisiert, es hatte ein gemeinsames Ziel, und selbst bei dem frühen Gegentor sind die Spieler nicht in ein Frustloch gefallen. Sie waren gemeinsam stark und haben an die eine Sache geglaubt: wir können und wollen gewinnen.

Für Teams in Unternehmen gilt das gleiche. Wenn wir gemeinsame Ziele haben und daraus Gemeinschaft bilden, lassen wir uns von der Grösse eines Gegners nicht beeindrucken. Auch Niederlagen werden akzeptiert. Das Ziel wird jedoch nie aus den Augen verloren. Es sind die weichen Faktoren, das Verhalten im Team, das eine zentrale Rolle spielt.

Die Ressourcen

Ein so kleines Land wie Island hat nicht die grosse Auswahl von Ressourcen, sprich Spieler. Die vorhandenen Spieler sind jedoch selbst motiviert, ehrgeizig und lernfähig. Schon durch die Qualifikation konnten Erfahrungen gesammelt werden. Viele suchen den einzigen besten Spieler oder Mitarbeiter. Letztendlich sind es diejenigen, die zur Verfügung stehen, um das Beste daraus zu machen. Und das haben die Isländer geschafft. Ob es der geniale Einwurf ist, der unbändige Kampfgeist oder der 80 m Sprint – jeder bringt seine Fähigkeiten am Besten in das Team ein.

Gerade bei kleinen und mittelgrossen Unternehmen zählt jeder Mitarbeitende mit seinen Fähigkeiten. Die Auswahl von einzelnen Fachspezialisten ist meist nicht gegeben. Es werden auch allgemeine Aufgaben im Alltag zu bewältigen sein. Die Strukturen sind flach und auf die Ressourcen kann breit zugegriffen werden. Man kennt sich, man versteht sich und unterstützt sich gegenseitig.

Die Strukturen

Das Klima in Island ist für das Fussballspielen nicht gerade ideal. Die Durchschnittstemperatur im Sommer beträgt gerade einmal 12°C und es gibt 180 Schneetage. Das grösste Stadium Laugardalsvöllur fasst rund 15‘000 Zuschauer. Mit viel Fleiss und Energie hat Island trotzdem Strukturen geschaffen, in denen sich der Fussballsport entwickeln kann: einerseits über die Möglichkeit auch bei schlechtem Wetter in Hallen Fussball zu spielen, anderseits auch in der Jugendförderung. Es ist die Summe der verschiedenen Aktivitäten, die zu einem Gesamtergebnis geführt haben. Sicher hat dazu auch beigetragen, dass das Land vor der Finanzblase gut in die Infrastruktur investieren konnte.

Auch Unternehmen haben nicht immer alle Strukturen im Übermass zur Verfügung. Wer jedoch zielorientiert und langfristig denkt, baut Schritt für Schritt eine sehr gute Basis auf. Kontinuität und sorgsame Umgang mit der Infrastruktur sorgt für eine lange Nutzungsdauer.

Was lernen wir daraus?

Was wäre, wenn Sie wie die isländische Fussballnationalmannschaft wären? Als Unternehmen oder TwitterPost2Organisation würden Sie Ihre vorhandenen Ressourcen gezielt und effizient nutzen und auch gezielt in Infrastruktur investieren. Das alleine reicht noch nicht aus. Es geht auch um die Menschen, die Kultur, die notwendig ist, um Vorhandenes richtig einzusetzen. Es braucht das gemeinsame Verständnis und Ziele, was erreicht werden soll. Es braucht ein Team.

Mit MyCle, der Unternehmensberatung „out of the box“, ist es möglich, so eine gemeinsame Grundhaltung und gemeinsame Ziele im Team zu entwickeln. Das bedeutet einerseits Absicherung in den Entscheidungen und andererseits den sinnvollen Einsatz der bestehenden Ressourcen.

Fazit

Island hat in der Qualifikation zur Europameisterschaft schon einige andere Mannschaften geschlagen und u.a. die Niederlande hinter sich gelassen. 2004 hat Island Italien in einem Freundschaftsspiel 2:0 besiegt. Es ist keine Eintagsfliege. Der Fussball in Island hat wirklich kulturelle und strukturelle Erfolgskomponenten. Das gilt übrigens auch für die Handball- und Basketballmannschaften.

Auch Unternehmer dürfen sich nicht auf den Zufall verlassen. Wenn Entscheidungen gemeinsam und verständlich gefällt werden, ist es einfacher und klar, was jeder selbst zur Zielerreichung beitragen kann. Das gibt Kraft mit geringen Energieverlusten.

Einfach eine starke Mannschaft.

Über den Autor

Dr. Michael Hartschen ist Mitgründer und Gesellschafter des geschaeftswarenladens, Innovationsfachmann und Querdenker.

Als gelernter Maschinenbau-Ingenieur hat er sich der Innovation und der Einfachheit verschrieben – eine Qualität, die einem Do-it-Yourself-Ansatz mehr als zuträglich ist.

Aus Theorie wird Praxis – und ein Brief aus der Zukunft wird Realität.

Zitat

 

Im Juli letzten Jahres erzählte ich hier von Gabi. Gabi fehlte eine Perspektive. Welche Ausbildung sollte sie machen? MyCle hat ihr geholfen, eine zu finden.

Gabi wollte damals mit MyCle drei Fragen beantworten:

  • Was will ich zukünftig machen?
  • Wie stelle ich mir meine Zukunft vor?
  • Was soll in Zukunft alles geschehen?

Im Rückblick hat sie sich mit dem Brief aus der Zukunft eine eigene Basis gelegt – ganz intuitiv. Sie wusste nach der Arbeit mit MyCle, was sie will und was nicht. Im Juli war das noch Theorie. Und im Dezember 2015? Jetzt ist es Realität.

Es kam Schlag auf Schlag. Im September schrieb Gabi zehn Bewerbungen für Lehrstellen. In die Bewerbungen flossen sehr viel persönliche Energie und Fleiss. Sie hatte eine konkrete Vorstellung. Sie formulierte sehr genau, warum sie genau diese Lehrstelle haben möchte und warum sie die Richtige dafür ist. Und ja, sie war sehr aufgeregt. Sie fragte sich immer wieder: Habe ich die richtigen Unternehmen herausgesucht? Stimmt der Fokus in dem Brief aus der Zukunft wirklich? Kann ich das? Und wenn es mir doch nicht gefällt?

Ich konnte Gabi beruhigen: „Vertraue auf Dich! Es wird schon seinen Grund haben, warum Du dies in dem Brief so geschrieben hast. Eine kaufmännische Ausbildung mit Schwerpunkt Kommunikation ist genau das, was ein Funkeln in Deinen Augen ausgelöst hat.“

Zur Sicherheit bewarb sie sich auch noch auf andere Schwerpunkte. Es dauerte nur ein paar Tage, dann bekam sie schon den ersten Termin für ein Vorstellungsgespräch. Selbstverständlich für einen Ausbildungsplatz mit dem Schwerpunkt Kommunikation. Dann meldete sich ein zweites, drittes und viertes Unternehmen. Sogar einen Schnuppertag konnte sie absolvieren. „Wow, die sind alle so nett und freundlich. Und das sind genau die Themen, die mich interessieren“, sagte sie. Letztendlich konnte sie sich aussuchen, wo sie die Ausbildung beginnen wollte.

Sechs Wochen nach der Bewerbung unterschrieb sie einen Lehrvertrag für 2016. So wurde aus Theorie Praxis. Erste Massnahmen konnten umgesetzt werden und der Weg zur Erreichung des Zielbildes in der Zukunft ist geebnet.

Wenn ich heute frage, wie sie sich fühlt und ob sie glücklich ist, dann sehe ich ein strahlendes Gesicht und bekomme ein klares „Ja“. Genau so soll es sein.

Die Umsetzung ist ein Prozess

Sicherlich kann man sich fragen, was wäre passiert, wenn Gabi keinen Brief aus der Zukunft geschrieben hätte. Im Nachhinein ist das stets schwierig zu beschreiben. Ich vermute, wir hätten ewig lange diskutiert, was sie machen soll. Der Zweifel und die Unsicherheit hätte das Handeln dominiert. Letztendlich hätte sie sich irgendwo beworben. Bei den Vorstellungsgesprächen wäre sie unsicher gewesen. Die Argumentation, warum sie die Ausbildung unbedingt in diesem Unternehmen machen möchte, wäre sicherlich nicht so authentisch gewesen. Und es wäre ein ewiges Suchen und Hinterfragen aufgekommen, ob nicht doch noch etwas anderes, Besseres zu finden sei. Das raubt Energie und Nerven und machLeuchtturmt alle unglücklich.

Heute kann man sagen, dass der ganze Weg ein Prozess war. Dieser ist noch nicht zu Ende. Er geht jedoch in die richtige Richtung. Und richtig ist immer das, was jemand persönlich als positiv und sinnvoll empfindet und zur Zufriedenheit führt. Das sind die besten Voraussetzungen für einen langfristigen Erfolg.

Was lernen wir daraus?

Häufig fehlt das Vertrauen in sich selbst. Wir werden auf Analytik und Klarheit getrimmt. Alles muss sofort und immer erklär- und herleitbar sein. Genau dieses Muster muss durchbrochen werden. In unserem Innersten wissen wir meist sehr gut, was uns guttut und was wir wollen. Es fehlen lediglich der Weg und das Hilfsmittel, dies an die Oberfläche zu bringen und die Essenz daraus zu erkennen. Genau diesen Schritt unterstützt MyCle mit seinem Vorgehen. Das schafft Klarheit, Transparenz und nachhaltiges Vertrauen. Daher möchte ich Ihnen Folgendes mitgeben:

  • Folgen Sie nicht dem Wahn der ständig nachvollziehbaren und reproduzierbaren Analyse. Die Zukunft ist noch nicht bestimmt. Ihre Zukunft gestalten Sie über Ihr Handeln. Analysieren können Sie nur Ihre Vergangenheit.
  • Legen Sie einfach los. Lassen Sie raus, was Ihnen gerade in den Sinn kommt. Es ist zu diesem Zeitpunkt richtig. Und was für Sie richtig ist, muss nicht unbedingt für andere gelten.
  • Definieren Sie einfache, leicht verständliche erste Massnahmen. Beginnen Sie mit der Umsetzung von ersten Aktivitäten. Die anderen ergeben sich dann wie von selbst.

So wird aus Theorie Praxis.

Wichtig ist, sich auf den Weg zu machen. Am Anfang reicht die Richtung zur Orientierung völlig aus.

Machen Sie Ihre Gedanken frei

AufDenWegMachenFür den richtigen Start möchte ich Ihnen noch einen kleinen Tipp geben. Es kann vorkommen, dass wir zu Beginn eine Blockade haben, die wir lösen müssen. Dann gehen Sie wie folgt vor:

  • Nehmen Sie sich einen Stift und ein weisses Blatt Papier.
  • Setzen Sie sich an einen Tisch.
  • Notieren Sie nun auf dem Blatt Papier alle Begriffe, Eigenschaften oder einfach Worte, die Ihnen gerade im Kopf herumschwirren oder was Sie gerade mit den Augen anschauen. Es ist eine Sammlung von losen Wörtern. Schreiben Sie einfach drauf los.
  • Das könnte dann wie folgt aussehen: Tisch braun Füsse Chrom hell Lampe Rasen grün Licht Gedanken weiss Tier Bär Augen braun weiss nicht Gedanken Blatt Stift usw. Schreiben Sie einfach drauf los.
  • Nach rund fünf Minuten legen Sie den Stift und das Blatt auf die Seite. Sie können es auch zusammenfalten, wenn Sie möchten.

Ihre Gedanken sind nun frei. Sie können mit dem ersten Schritt in der MyCle-Box beginnen.

Viel Erfolg.

Über den Autor

Dr. Michael Hartschen ist Mitgründer und Gesellschafter des geschaeftswarenladens, Innovationsfachmann und Querdenker.

Als gelernter Maschinenbau-Ingenieur hat er sich der Innovation und der Einfachheit verschrieben – eine Qualität, die einem Do-it-Yourself-Ansatz mehr als zuträglich ist.

Warum planen – es kommt doch eh immer anders!

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Planung ist nicht gleich Planung. Vermutlich haben Sie auch schon erlebt, dass geplante Aktivitäten anders realisiert werden als angedacht und es trotzdem funktioniert? Gute Planung ist, wenn nicht jede kleine oder grosse Veränderung gleich das ganze Konzept aus der Bahn schmeisst. Bei MyCle haben wir das berücksichtigt. Wie? Mit Ereigniskarten.

Sie finden in der Geschäftsentwicklungsbox neben den allgemeinen Hilfsmitteln zu unterschiedlichen Themen Ereigniskarten. Idealerweise zieht man im Verlaufe des Entwicklungsprozesses immer wieder eine Ereigniskarte und fragt sich, welche Auswirkung dieses Ereignis auf meine aktuellen Einschätzungen, Gedanken oder Aktivitäten hat. Die Ereignisse sind nach Themen gegliedert, wie z.B. Personal, Image, Lebenszyklus Produkte usw. An zwei Beispielen möchte ich das erläutern.

Ereigniskarte Lebenszyklus Produkte

Stellen Sie sich folgendes vor: Sie haben den technologischen Fortschritt verschlafen und müssen mit Ihren bestehenden Produkten aktuell Umsatzeinbussen im Markt hinnehmen. Nach 6 Monaten bricht der Umsatz um 30 % und nach 12 Monaten sogar um 50% ein. Nach 24 Montan können Sie das Produkt gar nicht mehr absetzen!

EreigniskarteDie Karte beschreibt ein Ereignis, dass sich auf verschiedene Situationen übertragen lässt. Ein Verein verliert zusehends Mitglieder. Dienstleistungen, wie ein Video-Verleih werden von neuen Formen, wie dem Streaming überflüssig.

Es stellt sich die Frage: Welche Auswirkungen hätte die Entwicklung auf Ihr Unternehmen, Ihre Organisation oder Ihren Geschäftsbereich?

Wenn die Antwort ist: „Keine Ahnung, das wäre ein Fiasko“, dann wissen Sie, Ihnen fehlt noch etwas. Wie erkennen Sie zukünftig kontinuierlich neue Geschäftschancen? Wie können Sie ein sogenanntes „Klumpenrisiko“ geschickt auffangen.

Häufig reicht es aus, sich selbst zu bestätigen, dass man mit dieser Situation rechnet und man dann schon weiss, wie damit umzugehen ist. Sie sagen, dass stimmt nicht? Doch, das machen wir im Alltag häufig.

Hier ein Beispiel dazu: Sie möchten in ein spezielles Geschäft. Als Sie ankommen, hat das Geschäft ausgerechnet heute wegen Inventur geschlossen. In der Geschäftswelt würden Sie sagen: Die Planung hat versagt! In der Realität gehen wir jedoch her und fangen an, Alternativen zu prüfen und selektiv zu entscheiden, was zu tun ist. Eine andere Filiale suchen? Zu einem Konkurrenzladen gehen? Im Online-Shop nachschauen? Einen Freund anrufen und um Hilfe bitten? Oder uns angewöhnen, in wichtigen Situationen vorher zu schauen. Es wird eine Lösung geben! Dieses Selbstvertrauen und diese Eigenorganisation beherrschen wir im Alltag. Warum nicht auch im geschäftlichen Umfeld? Ja, Sie können das. Probieren Sie es aus.

Und so kommen wir zur zweiten Antwortvariante: „Heute weiss ich die Lösung noch nicht. Aber ich werde eine Lösung haben, wenn es soweit ist. Im Übrigen arbeiten wir kontinuierlich daran, weitere Geschäftschancen zu identifizieren und uns weiterzuentwickeln. Daher wird der Schaden nicht so gross sein.“

Sie merken es? In dieser Antwort steckt viel Selbstvertrauen und auch eine Zukunftsperspektive nach dem Motto: Wir werden das schaffen! Wahrscheinlich haben Sie das in der Vergangenheit schon bewiesen, jedoch vergessen.

Auch wir kennen so ein Beispiel. Bei einer Sägerei, die schon 150 Jahre bestand, brechen die Umsätze drastisch ein. Das hatte sowohl technologische wie auch globale Gründe. Weil man die vergangenen Jahre schon so gearbeitet hatte wie bisher, wurde dies als „wir könne ja sowieso nichts tun“ hingenommen. Das war natürlich der falsche Ansatz. In einem kurzen Gespräche haben das die Eigentümerfamilien auch erkannt. Denn ausserhalb von dem Kerngeschäft haben Sie neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt. Und das mit Begeisterung und viel Einsatz. Nur im traditionellen Stammgeschäft haben Sie das vollständig ausser Acht gelassen – bis zu diesem Zeitpunkt. Wir konnten Ihnen wieder Selbstvertrauen vermitteln und dadurch auch aufzeigen, dass Sie es eigentlich selbst schon können. Sie haben es nur nicht selbst erkannt.

Ereigniskarte Lebenszyklus Personal

Stellen Sie sich vor, in der absatzstärksten Saison vom Jahr werden die Mitarbeitenden von einer Grippewelle „überfallen“. Die Folgen sind, Personalengpass, Lieferschwierigkeiten und Umsatzeinbussen von >10%!

Und jetzt? Welche Auswirkung hat solch eine Entwicklung auf Ihre Aktivitäten? Ist die Überlebensfähigkeit des Unternehmens bedroht? Können Mitarbeitende aus anderen Bereichen einspringen? Haben Sie Partnerunternehmen, die aushelfen können? Sind Sie Teil eines Unternehmernetzwerks, in dem man sich aushilft? Haben Sie einen Notfallplan für solche Situationen erstellt? Müssen Sie etwas unternehmen?

Mit derartigen Fragen überprüfen wir die Robustheit Ihres Konzepts. Klar ist, nicht jedes denkbare Ereignis hat eine hohe Bedeutung oder ist für Ihr Geschäft relevant. Sie werden intuitiv erkennen, was wichtig ist und wo Handlungsbedarf besteht.

Genau darum geht es bei den Ereigniskarten. Sie lernen das Wichtige und Dringliche von Unwichtigem und nicht Dringendem zu trennen. Sie machen sich selbst bewusst und selbstbewusst klar, was nötig ist.

Es könnte beispielweise sein, dass Sie sehr lokal aktiv sind. Ihre Kunden stammen aus der Region. Wenn Sie von einer Grippewelle erwischt werden, werden das Ihre Kunden wahrscheinlich auch. Braucht es dann überhaupt Massnahmen? Für Apotheken sicherlich. Für Weinhändler eher weniger. Bei einem überregionalen oder globalen Geschäft sieht dies wieder anders aus.

Indem Sie sich damit auseinandergesetzen, schaffen Sie Klarheit und stärken Ihr Selbstbewusstsein und die Eigenkompetenz. Darum geht es!

Fazit

Ereigniskarten sind Ihr persönlicher Coach und Perspektivenwechsler. Planen heisst nichts anderes, als in die Zukunft zu denken und sich gleichzeitig die Flexibilität zu erhalten. So entwickeln Sie Aktivitäten, die umsetzbar sind und längerfristig Bedeutung haben. Sie stärken Ihr Selbstvertrauen und bauen neue Entscheidungskompetenz auf.

 

Über den Autor

Dr. Michael Hartschen ist Mitgründer und Gesellschafter des geschaeftswarenladens, Innovationsfachmann und Querdenker.

Als gelernter Maschinenbau-Ingenieur hat er sich der Innovation und der Einfachheit verschrieben – eine Qualität, die einem Do-it-Yourself-Ansatz mehr als zuträglich ist.

Warum Gabi nicht weiss, was sie will. Und wie Minigolf spielen helfen kann.

Anfang

 

Immer wieder werden wir mit Zukunftsfragen konfrontiert. Die für andere zu beantworten, fällt leicht. Jedoch für sich selbst ist das nicht immer einfach. Aussagen wie:

  • Woher soll ich wissen, was ich will?
  • Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht!
  • Wenn das doch so einfach wäre, …

So war es auch bei Gabi. Sie ist kreativ, offen und interessiert sich für vieles. Für ihre Freunde ist sie stets ein guter Ratgeber. Auf einmal wird sie selbst mit der Situation der Zukunftsfrage konfrontiert.

Gabi musste sich aufgrund einer Veränderung erstmals gewisse Zukunftsfragen stellen:

  • Was will ich zukünftig überhaupt machen?
  • Wie stelle ich mir meine Zukunft vor?
  • Was soll in der Zukunft alles geschehen?

Entscheidungen müssen in den kommenden ein bis zwei Jahren gefällt werden. Verschiedene Fragen müssen beantwortet werden, mit denen sie sich vorher noch nie so richtig beschäftigt hat. Und auf einmal geht es um sie selbst und nicht um andere. Denn bisher ist ja alles so einfach gewesen. Es hat sich einfach alles stetig zum Guten entwickelt. Bis jetzt!

Nicht jeder kann einfach und schnell ein Zukunftsbild für sich entwickeln

Gabi kam mit dem Anliegen zu mir und fragte mich, ob ich Ihr weiterhelfen kann. Das freute mich natürlich. Und ja, ich wollte. Die Situationen kenne ich aus vielen Projekten. Es sind häufig die gleichen Blockaden, die solchen Situationen zugrunde liegen und gelöst werden müssen. Es ist beim Minigolf spielen. Wenn man von aussen zuschaut, kann man anderen schnell sagen, was einem gefallen hat und was nicht. Spielt man selbst, sieht die Situation ganz anders aus.

Warum fällt es uns so schwer, Zukunftsbilder zu entwickeln? Weil wir es nicht gewohnt sind und wir keinen eigenen Antrieb dazu hatten. Es gibt noch mehr Gründe.

  • Wir suchen nach einem Gefühl von Sicherheit.
    Was hat sich in der Vergangenheit bewährt – nach dem Motto: Wenn dies passiert, dann hat es das zur Folge. Wenn wir den Kuchen zu lange im Ofen lassen, dann wird er schwarz! Dieses Sicherheitsgefühl brauchen wir zum Überleben. Es basiert auf unseren Erfahrungen in der Vergangenheit.
  • Wir wissen nicht sofort die richtige Antwort oder Lösung!
    Es wird von uns im Alltag häufig verlangt, sofort die richtige Antwort auf Fragen zu haben. Schliesslich sind wir ja Expertin oder Experte auf dem Gebiet. Und auf einmal ist das nicht mehr so. Wir wollen die perfekte Lösung , die perfekte Antwort geben und haben sie nicht sofort parat. Das verunsichert.
  • Alles muss konkret und für andere nachvollziehbar sein!
    Nein, das muss es nicht. Und schon gar nicht bei Zukunftsfragen. Hier muss mit Annahmen gearbeitet werden. Diese Art zu denken und zu handeln, haben wir im Grundsatz durch unsere rationelle Denkweise verlernt. Kinder können das noch sehr gut, z.B. beim Spielen. Da kommen auf einmal ganz tolle Geschichten auf.

Es braucht einen Anstoss!

nachvollziehbarDas ist wie beim Minigolf spielen. Wenn man nicht den ersten Schlag macht und versucht, die Hindernisse – sprich Blockaden – zu überwinden, wird man auch nie einen Ball einlochen. Und das ist nun mal Übungssache.

Einlochen heißt hier, ein eigenes Zukunftsbild entwickeln zu können. Wir müssen einfach beginnen, etwas aufs Papier zu bringen, ohne lange darüber nachzudenken – egal ob es nun absolut richtig ist oder nicht. Es ist ein erster Schritt.

Auch bei Gabi war es so. Ich war mir ganz sicher, dass Sie im Innersten genau weiss, wie Ihr Zukunftsbild aussieht. Sie kann es im Moment nur nicht klar fassen und niederschreiben. Kurz gesagt: Gabi braucht einen Anstoss, um wieder frei denken und handeln zu können. Der Anstoss waren verschiedene Fragen:

  • Was weisst Du heute schon, was Du in Zukunft auf gar keinen Fall machen möchtest?
  • Was fällt Dir schwer oder ist mühsam, was macht Dir eigentlich keine Freude?
  • Was macht Dir besonders viel Spass?
  • Wenn Du einen positiven Traum formulieren könntest, wie würde dieser Aussehen?
  • Wenn alles möglich wäre, welche Situation würdest du vorfinden?

Gabi und ich haben unsere Gedanken zu diesen Fragen einfach einmal ausgetauscht. Parallel hat sie sich ein paar Notizen gemacht. Und dann kam die grosse Aufgabe.

Gabi schreibt einen Brief!

Dann kam MyCle ins Spiel. Ich habe Gabi die Aufgabe gegeben, einen Brief aus der Zukunft zu schreiben. Sie sollte sich vorstellen, rückblickend aus der Zukunft in fünf Jahren einer guten Freundin einen Brief zu schreiben . Darin sollte sie beschreiben, welche erfolgreichen und weniger erfolgreichen Erlebnisse sie hatte.

Und Gaby hat es gemacht. Sie hat sich zurückgezogen. Eineinhalb Stunden später kam sie wieder zurück und hat mir den Brief vorgelegt. Wir haben ihn gemeinsam, wie bei MyCle beschrieben, ausgewertet und beurteilt. Daraus haben sich sofort gewisse Massnahmen abgezeichnet. Die Blockade war beseitigt und das Zukunftsbild wurde klarer, vielleicht noch nicht ganz fertig, aber doch konkret und vorstellbar. Gabi konnte die nächsten Schritte selbst gehen.

Die Auflösung

Sie fragen sich jetzt vielleicht, wer ist Gabi und um welches Zukunftsthema ging es? Gabi ist 13 Jahre alt Einlochenund musste sich Gedanken über ihre zukünftige schulische und berufliche Entwicklung machen. Soll sie weiter auf die Schule gehen oder eher eine Ausbildung anfangen. Aber in welchem Bereich soll sie die Ausbildung starten und warum? Gabi hatte Antworten für sich gefunden.

Und es kam noch besser. Sie musste eine Art Multitest für die Bewerbungen machen. Was meinen Sie, über welches Thema Sie in 20 Minuten einen Aufsatz verfassen musste? Richtig! „Wie sieht meine Zukunft aus!“ Sie hat dafür eine fantastische Beurteilung bekommen.

Gabi ist glücklich und zufrieden. Sie hat eigentlich schon so viel über ihre Zukunftspläne gewusst. Sie waren jedoch im Unterbewusstsein versteckt. Und Dank der konkreten Auseinandersetzung mit der Fragestellung und der Hilfe von MyCle, hat Sie nun einen perfekten Weg für sich gefunden. Noch besser: sie weiss jetzt auch, wie sie die Antworten auf diese Frage immer weiter entwickeln kann. Es ist eben wie beim Minigolf: Wenn man einmal den ersten Schlag gemacht hat, entwickelt sich das Spiel immer weiter. Je mehr Übung wir darin haben, desto erfolgreicher werden wir und desto mehr Spass macht es. Wie mit MyCle.

Mein Tipp: Fangen Sie an, Minigolf zu spielen, und denken Sie dabei, wie sich Zukunftsfragen entwickeln können. Viel Erfolg dabei.

 

Über den Autor

Dr. Michael Hartschen ist Mitgründer und Gesellschafter des geschaeftswarenladens, Innovationsfachmann und Querdenker.

Als gelernter Maschinenbau-Ingenieur hat er sich der Innovation und der Einfachheit verschrieben – eine Qualität, die einem Do-it-Yourself-Ansatz mehr als zuträglich ist.

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