1-1neu

Die beiden hatten bereits einiges angefangen, um Ihre Idee in die Tat umzusetzen. Es lag nah, das volle Gründerprogramm zu durchlaufen. Denn sie arbeitete in einer gemeinnützigen Gesellschaft, die einige Angebote machte. Interessant war beispielsweise das Gründer-Coaching. Schritt für Schritt bereiteten sie ihren Absprung in die Selbständigkeit vor. Sie recherchierten die rechtlichen Vorgaben. Erste ungewöhnliche Rezepte entstanden. Ein holländischer Ausstatter von Food-Trucks wurde gefunden. Auch der Finanzierungsbedarf konnte über ein Förderprogramm aufgetrieben werden. Etwas fehlte jedoch noch. Die letzte Unsicherheit blieb. Wollten sie es wirklich tun? Ist das Konzept tragfähig genug? Waren sie beide auf derselben Wellenlänge? Waren sie bereit, sich auf das Abenteuer des etwas anderen Food-Trucks einzulassen?

Die Idee dazu war auf einer Radtour durch die Mark Brandenburg entstanden. Drei hungrige Radler waren auf der Suche nach etwas Essbarem. Erst nach längerer Suche fanden sich eine Dorf-Gaststätte mit den üblichen Angeboten, panierte Schnitzel aus der Friteuse, Bockwurst und sogar ein vergleichsweise frischer Salat. Warum nicht die wirklich schönen Radwege durch ein interessantes Essensangebot aufwerten und eine offensichtliche Angebotslücke stopfen.

Jetzt standen die beiden also vor der Frage: Wollen wir es wirklich wagen? Da kam ich mit dem ersten Prototyp von MyCle (gesprochen: [ˈmaɪkəl]) um die Ecke. MyCle hilft bei der Klärung grundsätzlicher und strategischer Fragen der Geschäftsentwicklung – und zwar als Do-it-Yourself Werkzeugkasten. Beide waren von der Idee entzückt. Denn MyCle bot ihnen die Möglichkeit die fundamentale Frage des gemeinsamen Wollens und der gemeinsamen Perspektive zu klären.

Gesagt, getan. Sie schrieben jeder einen Brief, wo sie sich in fünf Jahren sehen. Sie analysierten den Brief nach den Vorgaben der Methodik und entdeckten genau die Gemeinsamkeiten, die sie brauchten. Es entstand die Gewissheit, dass jetzt der richtige Zeitpunkt war. Das letzte Quentchen Energie bildete sich, jetzt nach Holland zu fahren und den Truck wirklich ausbauen zu lassen.

Genau das leistet MyCle. Etwas zu unternehmen, ist immer eine Wette auf die Zukunft. MyCle hilft 1-2Gewissheit zu erlangen, was als nächstes zu tun ist. Das kann völlig unterschiedliche Dimensionen annehmen. Mir wurde mit Hilfe von MyCle beispielsweise klar, dass ich meine Galerie – ja ich war Besitzer einer Galerie – schließen und mich auf mein wirkliches Kerngeschäft konzentrieren musste. War nicht einfach, im Nachhinein betrachtet aber genau die richtige Entscheidung. MyCle leistet auf ganz einfache Weise etwas, für das große Unternehmen einen wohlklingenden Namen und unglaublich komplizierte Verfahren entwickelt haben: strategisches Management. Denn im Kern ist das strategische Management nichts anderes als der Versuch, einen Rahmen für Entscheidungen in Unsicherheit zu schaffen. MyCle hilft mit ganz einfachen Mitteln einen solchen Rahmen zu schaffen.

Sie schreiben einen Brief. Sie schauen sich genau an, was alles in diesem Brief steckt – erfahrungsgemäß steckt da eine Menge drin. Sie kommen auf den Punkt. Sie bewerten die Situation und entwickeln ein Bild davon, was sich ändern soll oder muss. Sie erkennen auf einen Blick die wichtigsten Handlungsfelder und entwickeln Ideen, wo Sie ansetzen können. Dann legen sie los. Und wenn sie schon nach dem ersten Schritt wissen, was als nächste ansteht, dann tun Sie’s einfach. Testen Sie, ob es funktioniert. Wenn nicht, wiederholen Sie nochmal einen der vorherigen Schritte, modifizieren das eine oder andere Element und testen wieder. Wenn Sie merken, irgendetwas hat sich verändert, irgendetwas funktioniert besser als erwartet oder auch nicht, beginnen Sie den Zyklus einfach wieder von vorn – auf einem neuen Level. Denn inzwischen haben Sie viel erlebt und viel gelernt. Auch das Umfeld hat sich weiter entwickelt. Sie passen sich einfach und schnell an die neue Situation an.

Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum wir behaupten: Strategiearbeit kann einfach sein und flexible bleiben. MyCle bringt Agilität in die Strategiearbeit. Darauf sind wir stolz.

Können Sie sich das vorstellen. Probieren Sie’s einfach aus. Wir zeigen MyCle morgen Abend am 12.06.2015 zum ersten Mal live und in Farbe im Rahmen der Nachtschicht im Bikini-Haus in Berlin. Dort werden wir von ca. 20-24 Uhr im Popup-Shop von Go-Startup zu finden sein. Wenn Sie nicht vorbei schauen können, schauen Sie sich MyCle auf www.selfconsultancy.de an und nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Inzwischen haben die beiden übrigens ihre zweite Saison begonnen. Es gab einiges zu lernen. So musste beispielsweise die Ursprungsidee, sich an Radwegen zu platzieren, aufgegeben werden. Warum? Die meisten Radfahrer sind einfach vorbeigefahren. Viele hatten sich halt noch ein Stück Weg vorgenommen, bevor sie Pause machten. Die Kooperation mit einem Campingplatz stellte sich hingegen als gute Idee heraus. Und auch ein paar andere Ideen entwickeln sich langsam. Mehr auf ihrer Website und bei Facebook.

 

Über den Autor

Dieter Bickenbach ist Mitgründer und Gesellschafter des geschaeftswarenladens und Initiator der Idee, den Berater überflüssig zu machen.

Als gelernter Politologe und seit 1990 in beratenden Berufen tätig, ist er gemeinsam mit Steffen Moldenhauer als Geschäftsführer des Geschäftswarenladens für den Überblick und das Ganze und für das Vorankommen zuständig.

Abonnieren Sie den Newsletter des geschaeftswarenladens.

Bleiben Sie auf dem Laufenden. Erfahren Sie mehr über MyCle, seiner Anwender, ergänzende Tools und neue Produkte des geschaeftswarenladens.

Vielen Dank, dass Sie sich für unseren Newsletter entschieden haben. Bitte schließen Sie Ihre Registrierung ab, indem Sie den Registrierungslink anklicken, den wir an Ihre Mail-Adresse versand haben.