Jazz oder nie – Erfolg und Wachstum managen

Jazz oder nie – Erfolg und Wachstum managen

1Einstieg

 

Das war mal ein Erlebnis. Vor ein paar Monaten bekam ich einen Anruf meines alten Freundes Sebastian. Er ist seit vielen Jahren ein international gefragter Musiker und Unternehmer in der Szene. Eines seiner letzten Projekte ist eine sehr erfolgreiche Festivalreihe, die sich zum Ziel gesetzt hat, Jazz mit klassischer und elektronischer Musik zu verbinden. Dafür hatte er ein kleines und sehr engagiertes Team um sich geschart. Mit vielen kreativen Ideen und großem Einsatz haben sie xjazz geschaffen – etwas völlig Neues im Berliner Kulturbetrieb. Nach Abschluss des zweiten, sehr erfolgreichen Festivals standen sie vor neuen Herausforderungen. Wie wollten sie mit dem Erfolg und dem damit verbundenen Wachstum umgehen?

Die Herausforderung

xjazz war ein Riesen Erfolg, weit über die Erwartungen hinaus. Die Folge: plötzlich trafen zahlreiche Anfragen aus anderen Städten und Ländern ein. Auch sie wollen ihre Attraktivität mit Hilfe eines xjazz-Festivals verbessern. Auf den ersten Blick war also alles gut. Nur hatte das Team keine Erfahrung, das eigene Konzept skalierbar zu gestalten und von den bisher handelnden Personen unabhängig zu machen. Das war der Punkt an dem ich ins Spiel gekommen bin: Sebastian hatte mich um meine Expertise gebeten.

Der Lösungsansatz

2MaterialNach einem längeren Gespräch haben sich alle Beteiligten ein Experiment mit MyCle geeinigt. Das Team musste an der Strategie und an der Gestaltung des Geschäftsmodelles arbeiten. Das Mittel der Wahl war ein gemeinsamer Workshop über zwei Tage.  Da es auch um eine neue Gesellschafterstruktur gehen sollte, wurde ich gebeten als „neutrale“ Instanz die Moderation zu übernehmen. Das war gar nicht erforderlich, wie sich im Laufe des Workshops herausstellte. Der Rahmen und die Aufgabenstellungen, den MyCle vorgibt, reichten völlig aus.

  • Position 1 – das ist in der Terminologie von MyCle die erste Aufgabe: Alle Teilnehmer hatten im Vorfeld einen Brief aus der Zukunft geschrieben, in dem sie ihre Erlebnisse und geschäftlichen Erfolge der vergangenen Jahre beschrieben hatten.
  • Position 2: Wir haben die Briefe mit Hilfe der Analysewerkzeuge von MyCle in Einzelteile zerlegt und damit wesentliche Erkenntnisse über die Situation der Firma, die Bedürfnisse und Werte des Teams, die Besonderheiten des Geschäftsmodelles und die Vision der Schreiber erhalten.
  • Position 3: Wir haben die Erkenntnisse gemeinsam bewertet und daraus ein Strategie-Radar abgeleitet.
  • Position 4: Anhand des Radars haben wir gemeinsam definiert, wo nachzuarbeiten ist. Das war die Grundlage für
  • Position 1´: die neue, gemeinsame Geschichte. In der neuen Geschichte haben wir das neue, skalierbare Geschäftsmodell detailliert beschrieben.
  • Position 5: Anschließend wurden daraus die notwendigen Aufgaben und Verantwortlichkeiten abgeleitet, um das neue Geschäftsmodell schnell und erfolgreich umzusetzen.

Das Fazit3Arbeit

Ich war fasziniert wie einfach und energiegeladen das Ganze abgelaufen ist. Erwartete Spannungen sind nicht aufgetreten, obwohl die ja der Grund waren, mich als Moderator zu engagieren. Nicht einmal bei der Neuverteilung der Geschäftsanteile, die diskutiert und beschlossen wurden, musste ich eingreifen.

Das Feedback

Das Feedback war entsprechend.

Sebastian: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir es schaffen, innerhalb von zwei Tagen ein fertiges Konzept mit Verantwortlichkeiten und neuer Gesellschafterstruktur zu erarbeiten und zu beschließen. Beim Mittagessen an Tag zwei war ich noch unschlüssig, ob wir all die Einzelteile, jemals wieder zu etwas Ganzem zusammenfügen können. Ich war dann total geplättet, dass wir – nicht zuletzt wegen der tollen Impulskarte – innerhalb von 3 Stunden gemeinsam einen neuen Blickpunkt erlangt und unser Geschäftsmodell neu definiert haben. Es war faszinierend, wie einfach und schnell das funktioniert hat. MyCle ist Jazz!“

Paul: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir mit dem gleichen Spaß und Engagement an ein so trockenes Thema wie Strategie und Geschäftsmodell rangehen. Schon gar nicht, dass wir es so schnell gelöst bekommen.“

Neugierig auch einmal so ein Erlebnis zu haben? Testen Sie MyCle.

 

Über den Autor

Steffen Moldenhauer ist Mitgründer und Gesellschafter des geschaeftswarenladens, Interimsmanager und Sanierungsexperte.

Als gelernter Banker und mit 15 Jahren Management-Erfahrung in Konzernen und mittleren Unternehmen trägt er wesentlich dazu bei, dass die Zahlen stimmen.

Warum Gabi nicht weiss, was sie will. Und wie Minigolf spielen helfen kann.

Warum Gabi nicht weiss, was sie will. Und wie Minigolf spielen helfen kann.

Anfang

 

Immer wieder werden wir mit Zukunftsfragen konfrontiert. Die für andere zu beantworten, fällt leicht. Jedoch für sich selbst ist das nicht immer einfach. Aussagen wie:

  • Woher soll ich wissen, was ich will?
  • Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht!
  • Wenn das doch so einfach wäre, …

So war es auch bei Gabi. Sie ist kreativ, offen und interessiert sich für vieles. Für ihre Freunde ist sie stets ein guter Ratgeber. Auf einmal wird sie selbst mit der Situation der Zukunftsfrage konfrontiert.

Gabi musste sich aufgrund einer Veränderung erstmals gewisse Zukunftsfragen stellen:

  • Was will ich zukünftig überhaupt machen?
  • Wie stelle ich mir meine Zukunft vor?
  • Was soll in der Zukunft alles geschehen?

Entscheidungen müssen in den kommenden ein bis zwei Jahren gefällt werden. Verschiedene Fragen müssen beantwortet werden, mit denen sie sich vorher noch nie so richtig beschäftigt hat. Und auf einmal geht es um sie selbst und nicht um andere. Denn bisher ist ja alles so einfach gewesen. Es hat sich einfach alles stetig zum Guten entwickelt. Bis jetzt!

Nicht jeder kann einfach und schnell ein Zukunftsbild für sich entwickeln

Gabi kam mit dem Anliegen zu mir und fragte mich, ob ich Ihr weiterhelfen kann. Das freute mich natürlich. Und ja, ich wollte. Die Situationen kenne ich aus vielen Projekten. Es sind häufig die gleichen Blockaden, die solchen Situationen zugrunde liegen und gelöst werden müssen. Es ist beim Minigolf spielen. Wenn man von aussen zuschaut, kann man anderen schnell sagen, was einem gefallen hat und was nicht. Spielt man selbst, sieht die Situation ganz anders aus.

Warum fällt es uns so schwer, Zukunftsbilder zu entwickeln? Weil wir es nicht gewohnt sind und wir keinen eigenen Antrieb dazu hatten. Es gibt noch mehr Gründe.

  • Wir suchen nach einem Gefühl von Sicherheit.
    Was hat sich in der Vergangenheit bewährt – nach dem Motto: Wenn dies passiert, dann hat es das zur Folge. Wenn wir den Kuchen zu lange im Ofen lassen, dann wird er schwarz! Dieses Sicherheitsgefühl brauchen wir zum Überleben. Es basiert auf unseren Erfahrungen in der Vergangenheit.
  • Wir wissen nicht sofort die richtige Antwort oder Lösung!
    Es wird von uns im Alltag häufig verlangt, sofort die richtige Antwort auf Fragen zu haben. Schliesslich sind wir ja Expertin oder Experte auf dem Gebiet. Und auf einmal ist das nicht mehr so. Wir wollen die perfekte Lösung , die perfekte Antwort geben und haben sie nicht sofort parat. Das verunsichert.
  • Alles muss konkret und für andere nachvollziehbar sein!
    Nein, das muss es nicht. Und schon gar nicht bei Zukunftsfragen. Hier muss mit Annahmen gearbeitet werden. Diese Art zu denken und zu handeln, haben wir im Grundsatz durch unsere rationelle Denkweise verlernt. Kinder können das noch sehr gut, z.B. beim Spielen. Da kommen auf einmal ganz tolle Geschichten auf.

Es braucht einen Anstoss!

nachvollziehbarDas ist wie beim Minigolf spielen. Wenn man nicht den ersten Schlag macht und versucht, die Hindernisse – sprich Blockaden – zu überwinden, wird man auch nie einen Ball einlochen. Und das ist nun mal Übungssache.

Einlochen heißt hier, ein eigenes Zukunftsbild entwickeln zu können. Wir müssen einfach beginnen, etwas aufs Papier zu bringen, ohne lange darüber nachzudenken – egal ob es nun absolut richtig ist oder nicht. Es ist ein erster Schritt.

Auch bei Gabi war es so. Ich war mir ganz sicher, dass Sie im Innersten genau weiss, wie Ihr Zukunftsbild aussieht. Sie kann es im Moment nur nicht klar fassen und niederschreiben. Kurz gesagt: Gabi braucht einen Anstoss, um wieder frei denken und handeln zu können. Der Anstoss waren verschiedene Fragen:

  • Was weisst Du heute schon, was Du in Zukunft auf gar keinen Fall machen möchtest?
  • Was fällt Dir schwer oder ist mühsam, was macht Dir eigentlich keine Freude?
  • Was macht Dir besonders viel Spass?
  • Wenn Du einen positiven Traum formulieren könntest, wie würde dieser Aussehen?
  • Wenn alles möglich wäre, welche Situation würdest du vorfinden?

Gabi und ich haben unsere Gedanken zu diesen Fragen einfach einmal ausgetauscht. Parallel hat sie sich ein paar Notizen gemacht. Und dann kam die grosse Aufgabe.

Gabi schreibt einen Brief!

Dann kam MyCle ins Spiel. Ich habe Gabi die Aufgabe gegeben, einen Brief aus der Zukunft zu schreiben. Sie sollte sich vorstellen, rückblickend aus der Zukunft in fünf Jahren einer guten Freundin einen Brief zu schreiben . Darin sollte sie beschreiben, welche erfolgreichen und weniger erfolgreichen Erlebnisse sie hatte.

Und Gaby hat es gemacht. Sie hat sich zurückgezogen. Eineinhalb Stunden später kam sie wieder zurück und hat mir den Brief vorgelegt. Wir haben ihn gemeinsam, wie bei MyCle beschrieben, ausgewertet und beurteilt. Daraus haben sich sofort gewisse Massnahmen abgezeichnet. Die Blockade war beseitigt und das Zukunftsbild wurde klarer, vielleicht noch nicht ganz fertig, aber doch konkret und vorstellbar. Gabi konnte die nächsten Schritte selbst gehen.

Die Auflösung

Sie fragen sich jetzt vielleicht, wer ist Gabi und um welches Zukunftsthema ging es? Gabi ist 13 Jahre alt Einlochenund musste sich Gedanken über ihre zukünftige schulische und berufliche Entwicklung machen. Soll sie weiter auf die Schule gehen oder eher eine Ausbildung anfangen. Aber in welchem Bereich soll sie die Ausbildung starten und warum? Gabi hatte Antworten für sich gefunden.

Und es kam noch besser. Sie musste eine Art Multitest für die Bewerbungen machen. Was meinen Sie, über welches Thema Sie in 20 Minuten einen Aufsatz verfassen musste? Richtig! „Wie sieht meine Zukunft aus!“ Sie hat dafür eine fantastische Beurteilung bekommen.

Gabi ist glücklich und zufrieden. Sie hat eigentlich schon so viel über ihre Zukunftspläne gewusst. Sie waren jedoch im Unterbewusstsein versteckt. Und Dank der konkreten Auseinandersetzung mit der Fragestellung und der Hilfe von MyCle, hat Sie nun einen perfekten Weg für sich gefunden. Noch besser: sie weiss jetzt auch, wie sie die Antworten auf diese Frage immer weiter entwickeln kann. Es ist eben wie beim Minigolf: Wenn man einmal den ersten Schlag gemacht hat, entwickelt sich das Spiel immer weiter. Je mehr Übung wir darin haben, desto erfolgreicher werden wir und desto mehr Spass macht es. Wie mit MyCle.

Mein Tipp: Fangen Sie an, Minigolf zu spielen, und denken Sie dabei, wie sich Zukunftsfragen entwickeln können. Viel Erfolg dabei.

 

Über den Autor

Dr. Michael Hartschen ist Mitgründer und Gesellschafter des geschaeftswarenladens, Innovationsfachmann und Querdenker.

Als gelernter Maschinenbau-Ingenieur hat er sich der Innovation und der Einfachheit verschrieben – eine Qualität, die einem Do-it-Yourself-Ansatz mehr als zuträglich ist.