Eine Privatinsolvenz, Münchhausens Zopf und ein wenig Hilfestellung

Eine Privatinsolvenz, Münchhausens Zopf und ein wenig Hilfestellung

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Nachdem Peter M.* lange Jahre sehr erfolgreich als Personaler in einem Konzern gearbeitet hatte, wollte er sich selbständig machen. Er war erfahren. Er kannte sein Geschäft aus dem ff. Er hatte auch Rücklagen für die Anfangszeit gebildet. Da sollte es doch nicht so schwer sein, als freiberuflicher HR-Interim-Manager und Berater ins Geschäft zu kommen. Aber manchmal ist einfach der Wurm drin.

Es ging schief, was nur schief gehen konnte. Zu den Misserfolgen in der Auftragsakquisition gesellten sich bald Unsicherheit und Existenzangst. Die Abwärtsspirale setzte sich in Gang. Nach einigen Jahren drohte die Privatinsolvenz. Was nun?

Wie der Zufall es will, lief er einer der Co-Gründerinnen des geschaeftswarenladens, Elke Konieczek, über den Weg. Sie empfahl ihm, einen Versuch mit MyCle zu wagen. Angesichts seiner Situation war das allerdings schwierig. So richtig drauf einlassen konnte er sich zu Beginn nicht, brauchte ein wenig Anschubhilfe. Nachdem er jedoch einmal in Bewegung gekommen war, entwickelte sich erstaunliches. Am besten lassen wir ihn selber sprechen.

Frage: Wie kam es dazu, dass du MyCle genutzt hast?

Antwort: Ich war auf der Suche, wie es bei mir beruflich weitergehen sollte und habe mich mit unterschiedlichen Leuten ausgetauscht. Eine davon warst Du. Du hast mir von MyCle erzählt und angeboten, es für mich einzusetzen.

Frage: Was waren die Motivatoren/Auslöser?

Antwort: Neugierde, Vertrauen in den Anbieter von MyCle, Wunsch nach Unterstützung. Reizvoll war für mich, dass hier ein Produkt vorliegt, das in meinen Augen „Hilfe zur Selbsthilfe“ anbietet, man viel alleine arbeiten kann. Damit ist man zeit-, orts- und personenunabhängig und kann im eigenen Tempo, am eigenen Ort (an dem man sich vielleicht besonders wohl fühlt …) damit arbeiten.

Frage: Wie erging es dir mit MyCle? Was sind deine Erkenntnisse? Was konkret hat es dir gebracht?

Aufsatzpunkt1Antwort: Ich musste mich erst einmal einfinden, brauchte den richtigen Ort, den richtigen Zeitpunkt und die nötige Ruhe, um den „Karton“ zu öffnen, die Dinge zu sortieren und einzusteigen. Einzelne Dinge waren für mich auch nicht sofort verständlich.

Ich habe mit Hilfe von MyCle (aber auch der sehr wertvollen zusätzlichen Begleitung durch eine Beraterin) einen Aufsatzpunkt gefunden. Er hat mich sachlich/strukturell, aber auch emotional in die Lage versetzt, meine verwirrte Position zu verlassen. Ich konnte strukturiert, konstruktiv mit Erfolgsansätzen nach vorne schauen und arbeiten.

Konkrete Ergebnisse (nach den einzelnen Prozessschritten gemäß MyCle) gab es einige.

  • Den Brief zu schreiben, hat mich befreit. Er hat mir wichtige Dinge ins Bewusstsein geholt und war eine gute Grundlage, mit meinem Thema und dem Brief als „Plattform“ loslegen zu können.
  • Die Auswertung des Briefes war hilfreich, die Dinge, die ja in einem Brief erfahrungsgemäß sehr persönlich und emotional sind, auf die Sachebene zu bringen und strukturiert bearbeiten zu können.
    Es wäre mir allerdings sehr schwer gefallen, diese Auswertung allein durchzuführen. Deshalb hat es mir ungemein geholfen, mit Dir telefonieren zu können, um die Dinge zu sortieren. Du hast mir geholfen, Dinge zu verstehen, sie in eine Ordnung zu überführen und mit Hilfe der von MyCle vorgegebenen Kriterien zu ordnen.
  • Ein Schlüsselkriterium war für mich der Punkt „Ressourcen“, zumal Du mir dabei gehpositive Ressourcenolfen hast, dies positiv zu sehen. Ich konnte einen Perspektivwechsel vornehmen.
    In der gemeinsamen Aufbereitung mit Dir konnte ich erkennen, wie viele „positive“ Ressourcen ich habe – und zwar auf sehr vielen unterschiedlichen Ebenen, banal finanziell, aber auch in Form von Menschen, die für verschiedene Fragestellungen meine Helfer sind oder sein können.

Frage: Wo stehst du heute und was sind aktuelle Perspektiven?

Antwort: Ich habe auf einmal sehr viel Energie bekommen. Es gelang mir, an Hand von einzelnen Themen klarer zu denken und schrittweise wieder zu handeln. Beispielsweise habe ich in einer Bewerbung meine beruflichen WSchrittweiseünsche in Worte fassen können – egal, ob die Bewerbung erfolgreich war oder sie mir nur dazu diente, mir über meine Vorstellungen klar zu werden.

Ich konnte inzwischen klar beantworten, dass ich selbständig bleiben will. Ich habe einen neuen Auftrag erhalten, bin dabei, Altlasten (vor allem finanziell) abzutragen und kann mich meiner Vergangenheit viel besser stellen – die Verantwortung dafür übernehmen und mich nach vorne ausrichten.

Dann hatte ich die Idee, MyCle mit einer Zielvereinbarung mit mir selbst zu koppeln. Das hat mir geholfen, die Sache emotionaler anzugehen und in meinem persönlichen Fall auch zielorientierter/konkreter.

Frage: Würdest du MyCle weiter empfehlen?

Antwort: Jederzeit; ich halte es allerdings für wichtig, im Sinne einer „Auftragsklärung“ zu schauen, wo der einzelne Nutzer gerade steht. Bezogen auf meine eigene Situation war ich emotional sehr angespannt. Wenn das geklärt ist und als Ressource zur Verfügung steht, halte ich MyCle für ein sehr gutes und wertvolles Produkt ….:-)

Bleibt festzuhalten:

  1. MyCle ist ein funktionierendes Do it Yourself-Produkt. Aber es gibt Situationen, aus denen man sich selber nur schwer befreien kann. Da hilft ein Impuls durch und das Gespräch mit einem anderen Menschen. Deshalb gibt es im geschaeftswarenladen ein ergänzendes Coaching-Angebot von sehr qualifizierten Leuten.
  2. Es ist immer wieder erstaunlich, wie aus einer Krisensituation eine sich selbst bewahrheitende Prophezeiung entsteht. Wenn ich geklärt habe, was ich will, trete ich ganz anders auf und nehme plötzlich wahr, was mir weiter hilft. Peter war nicht der erste, dem MyCle in dieser Weise weiter geholfen hat.

Wie haben Sie sich aus einer Krisensituation befreit? Wie sind Sie sich selber auf die Schliche gekommen?

* Wir haben uns erlaubt, den Namen zu ändern, da nicht jede Geschichte unbedingt persönlich zugeordnet sein muss und das Internet nur so schwer vergißt.

Über den Autor

Dieter Bickenbach ist Mitgründer und Gesellschafter des geschaeftswarenladens und Initiator der Idee, den Berater überflüssig zu machen.

Als gelernter Politologe und seit 1990 in beratenden Berufen tätig, ist er gemeinsam mit Steffen Moldenhauer als Geschäftsführer des Geschäftswarenladens für den Überblick und das Ganze und für das Vorankommen zuständig.
Was macht ein Elephant im Café? – ein Impuls

Was macht ein Elephant im Café? – ein Impuls

Impulskarten

 

Meikes kleines Café lief seit längerem nicht mehr so gut. Das nahm ein Freund zum Anlass, ihr eine MyCle-Box zu schenken. Er wollte ihr ein Werkzeug geben, mit dem sie selbst Wege aus der Krise finden konnte. Meike freute sich sehr über diese Geste und machte sich an die Arbeit.

Meikes Geschichte:

So, da liegt sie vor mir, meine MyCle-Box. Meine Geschichte habe ich mit Hilfe der MyCle-Aufgaben anschaulich beschreiben können, mein Geschäftsmodell bestmöglich dargestellt. Ich wollte noch mehr Studenten auf 450 Euro-Basis beschäftigen, um Kosten zu sparen. Auch im Wareneinkauf könnte ich sparen. Es würde auch mit günstigeren Kaffeebohnen gehen, und die Auswahl an Kuchen wird am Tiefkühlangebot von Metro ausgerichtet. Verdirbt nicht so schnell und ist günstiger. Aus meiner Sicht hat also alles gepasst.

Und dann kam dieser „Elephanten-Impuls“ und hat mich erstmal verunsichert! Zuerst dachte ich, was soll diese komische Frage.

Was hat ein Elephant mit meinem kleinen Café zu tun?Elefant

Frustriert habe ich mir erst mal einen Kaffee gemacht – und mich dann doch auf diesen Impuls eingelassen.

Das Ergebnis war eine wirkliche Überraschung für mich. Aber der Reihe nach, was war passiert?

Ich habe mal nachgeschlagen, was neben Größe und Gewicht sonst noch so typische Elephanten-Eigenschaften sind. Dann habe ich mich gefragt, was wäre, wenn ich als Elephant zu Gast in meinem neuen „Spar-Café“-Konzept wäre. Das fand ich nicht einladend:

  • Als sensibler Elephant fühlte ich mich von den gelangweilten, unaufmerksamen und nicht wirklich an mir als Gast interessierten Bedienungen schlecht behandelt. Bestimmt ein Grund, nicht wieder zu kommen.
  • Als Feinschmecker mit ausgeprägtem Geschmackssinn war mein Gaumen von der Qualität der Produkte enttäuscht. Meine Intelligenz sagte mir, dass ich in diesem Café übervorteilt werde, dass das Preis-Leistungsverhältnis nicht passt. Und als kommunikative Person lasse ich diese negativen Erfahrungen auch meine Freunde und Bekannte wissen.

Die nächste Frage, die ich mir gestellt habe, war: Was wäre, wenn ich als Elephant mein Café führe.

Das Ergebnis war völlig anders:

  • Als sensibler Elephant lege ich Wert auf Aufmerksamkeit und Freundlichkeit gegenüber Gästen. Also sorge ich als intelligenter Elephant für gutes Fachpersonal. Das kostet zwar auf den ersten Blick mehr, rechnet sich aber mehrfach:
    Gute Bedienungen …

    • sorgen für eine intensive Bindung (neuer) Stammkunden.
    • können im Café viel flexibler und selbstständiger eingesetzt werden, so dass ich mich mehr um neue Gäste, Marketing und die administrativen Pflichten kümmern kann. Das spart mir viel Geld z.B. beim Steuerberater.
    • bekommen mehr weggearbeitet, so dass ich auch weniger Personal benötige.
    • kurbeln den Verkauf an Gäste an, da sie aufmerksam beobachten, wer was wann braucht. Sie sind aktiv, nicht reaktiv.
  • Als Feinschmecker habe ich erkannt, dass die gute Qualität wichtiger ist, als die Quantität. Ergo wurden die Kuchen- und Kaffeeportionen geringfügig kleiner – ohne, dass es Proteste gab, denn die Qualität und der Service rechtfertigen den Preis.
  • Als intelligenter Elephant habe ich mich noch mit Farb- & Gestaltungskonzepten auseinander gesetzt, die für wenig Geld schnell und einfach ein einladenderes Ambiente schaffen.

ImpulskarteUnter dem Strich wich das „Elephantenkonzept“ komplett von meinem „Spar-Café“-Konzept ab. Es fühlte sich viel besser an. Also habe ich mich für den Elephanten entschieden.

Meike geht an die Arbeit:

Die nächsten Schritte waren schnell klar. Ich habe mit meinem Vermieter und mit meinen Lieferanten das neue Konzept diskutiert und um Unterstützung bei der Umsetzung gebeten. Der Vermieter machte mir einen tollen Vorschlag. Er hat mir einen neuen Mietvertrag angeboten. Die Miete wurde um 10% gesenkt. Im Gegenzug erhält er eine 10% Umsatzbeteiligung.

Das neue Personal hat sich schon nach zwei Monaten durch mehr Umsatz und deutlich mehr Stammkunden bezahlt gemacht. Sie arbeiten sehr selbständig, und ich kann mich um neue Produkte und eine bessere Vermarktung kümmern.

Meikes Fazit:

MyCle hat mir ermöglicht auf einfache Weise meine Probleme zu erkennen. Ich konnte mit MyCle verschiedene Varianten austesten und auf Fehler prüfen. Durch den interessanten Perspektivwechsel (Elephant) war ich gezwungen übliche Denkmuster zu hinterfragen und neue Möglichkeiten zu entdecken. Es hat mir geholfen mein Geschäft auf neue, stabile Beine zu stellen.

Danke, MyCle.

 

Über den Autor

Steffen Moldenhauer ist Mitgründer und Gesellschafter des geschaeftswarenladens, Interimsmanager und Sanierungsexperte.

Als gelernter Banker und mit 15 Jahren Management-Erfahrung in Konzernen und mittleren Unternehmen trägt er wesentlich dazu bei, dass die Zahlen stimmen.