Agilität in Strategiearbeit und Entscheidungsfindung! Eine Höhere Fachschule in der Schweiz geht neue Wege in der Führungsausbildung

ibW_Logo_farbigNeue Wege in der Führungsausbildung geht die ibW – die höhere Fachschule Südostschweiz. Mit dem Produkt MyCle vom Berliner geschaeftswarenladen setzen sie bei der Qualifizierung von Führungskräften in kleinen und mittelständischen Unternehmen ein neues Hilfsmittel ein. Die Teilnehmer im Fach Strategisches Management waren von der Güte der Ergebnisse und der Einfachheit des Prozesses überrascht.

MyCle ist ein bewusst analoges Verfahren, das einer Person oder einem Team hilft, schwierige unternehmerische Entscheidungen zu treffen. In der Arbeit wird ein Kriterienrahmen geschaffen, der drei Kernelemente enthält: Motive und Werte als Entscheidungsgrundlagen, die Frage nach Sinn und Vision als Perspektive und eine Einschätzung des Status Quo der eigenen Ressourcen und begonnenen Aktivitäten. Am Ende des Bearbeitungszyklus fallen Entscheidungen leicht, weil Kopf und Bauch gemeinsame Sache gemacht haben. Es wird klar, wohin man möchte und welcher Schritt als Nächstes zu gehen ist. Das wird durch einfache Hilfsmittel und die grafische Darstellungen von (Zwischen-)Ergebnissen nachvollziehbar ermöglicht.

Die ibW setzt auf Instrumente, die „den Praxisbezug sicherstellen und branchenneutral sind. Die ersten Erfahrungen haben gezeigt, dass MyCle sehr praxisnah und in der Anwendung sehr effizient und einfach ist. Die Teilnehmenden waren begeistert“, so der Fachvorsteher des Nachdiplomstudiengangs Damian Tomaschett.

MyCle unterstützt die Führungsarbeit, indem es mit strategischen Entscheidungen Unternehmen Schritt für Schritt weiter bringt. Es ist einfach, pragmatisch, flexibel und durch die Fokussierung auf den nächsten Schritt unmittelbar praktisch und entspricht dadurch der Denk- und Arbeitsweise im Mittelstand.

Die nächsten Termine:

Kontakt:

Dieter Bickenbach
Gründer und Geschäftsführer

mail: presse (at) geschaeftswarenladen.info
mobil: +49(179)4698570

 

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Die Frage hinter der Frage – wie Bauchgrummeln weiter hilft

Die Frage hinter der Frage – wie Bauchgrummeln weiter hilft

nachdenklich

Vermutlich kennen Sie das auch. Sie zermartern sich den Kopf, weil sie zu einer Entscheidung kommen müssen. Vielleicht haben Sie sich schon mit mehreren Vertrauten und Experten beraten. Oder sie haben sogar versucht, sich einem formalisierten Prozess, einer Entscheidungsmethode zu unterwerfen. Die Optionen sind klar. Es gibt auch „Gewinner“, also Varianten, die bessere Ergebnisse erzielen als andere. Und trotzdem passt irgendetwas nicht. Der Bauch gibt ein Warnsignal – und zwar ziemlich deutlich.

Jetzt gibt es drei Optionen:

  • Sie entscheiden trotzdem rational im Sinne der „Gewinner“.
  • Oder sie entscheiden aus dem Bauch.
  • Oder sie versuchen herauszufinden, was eigentlich los ist. Denn in der Regel gibt es in diesen Fällen Unklarheit für die Frage hinter der Frage.

Die Frage hinter der Frage

Was das heißt? Ein Beispiel: ich bekam kürzlich eine Anfrage für ein Beratungspaket mit mehreren Elementen, von Trainings über Workshop-Moderationen bis hin zum Coaching – eigentlich genau meine Kragenweite. Und trotzdem rebellierte mein Bauch. Irgendetwas sagte mir, den Auftrag besser nicht anzunehmen. Ich bohrte weiter und merkte, was es war. Ich sollte vordefinierte Formate und Methoden verwenden, von deren Sinnhaftigkeit ich nicht wirklich überzeugt war. Mit anderen Worten poppte hinter der Frage, den Auftrag anzunehmen oder nicht, plötzlich eine ganz andere Frage auf: will ich einen Auftrag annehmen, der nur auf meinem Bankkonto einen spürbaren Effekt hätte?

geld2Entscheidungen sind immer dann einfach, wenn hinter den offensichtlichen Fragen einige grundsätzliche Dinge geklärt sind. Umgekehrt ist es genauso. Sind die grundsätzlichen Dinge unklar, lassen sich die scheinbar einfachen Fragen nicht beantworten. Diese grundsätzlichen Dinge haben etwas damit zu tun,

  • was ich für richtig und für falsch halte,
  • welche stoffliche und geistige Nahrung ich für mein Wohlbefinden brauche,
  • was mich in Bewegung setzt und
  • was ich schließlich erreichen will.

Eine realistische Einschätzung des Status Quo vervollständigt das Ganze. Erst wenn ich daraus einen Rahmen geschaffen habe, wenn ich weiß, was ich will, was mir wichtig ist und was ich dafür ändern muss, kann ich ohne Bauchgrummeln entscheiden – ob ich einen bestimmten Auftrag annehme oder ob ich – auch im Sinne meiner Kunden – besser darauf verzichte.

Sollten Sie also häufiger dem Phänomen begegnen, mit ihren Entscheidungen nicht zufrieden zu sein, lohnt es sich nach bauch2den Fragen hinter der Frage zu suchen. Nutzen Sie Ihr Bauchgefühl als Hinweisgeber. Suchen Sie nach dem Grund für das Grummeln. Ihr Unterbewusstsein will Ihnen implizites Wissen zur Verfügung stellen. Gehen Sie dem auf den Grund, und sie werden sich wundern, was sie alles entdecken. Sie werden sich wundern, wie anschließend ein Gefühl von Gewissheit und Klarheit entsteht, was zu tun ist.

Ich habe den Auftrag übrigens angenommen. Denn interessanterweise tauchte noch eine zweite Frage auf, die etwas mit meinem Rahmen zu tun hat: mir ist Selbstbestimmung wichtig. Dann ist es mein Job, Mittel bereitzustellen, die Entscheidungen ermöglichen und Handlungsfähigkeit herstellen. Wenn nicht reicht, was bereit liegt, muss ich halt nachlegen. Das sollte ich allemal hinbekommen.

Wie gehen Sie mit dem Bauchgrummeln um? Gehen Sie dem nach, oder eher nicht? Entscheiden sie dann rein rational oder aus dem Bauch heraus? Und welche Konsequenzen hatte das? Erzählen Sie uns ihre Geschichten. Das interessiert uns sehr.

 

Über den Autor

Dieter Bickenbach ist Mitgründer und Gesellschafter des geschaeftswarenladens und Initiator der Idee, den Berater überflüssig zu machen.

Als gelernter Politologe und seit 1990 in beratenden Berufen tätig, ist er als Geschäftsführer des Geschäftswarenladens für den Überblick und das Ganze und für das Vorankommen zuständig.
Vergeßt Strategic Management – Warum emergente Strategien besser funktionieren!

Vergeßt Strategic Management – Warum emergente Strategien besser funktionieren!

StrategieentwicklungMythos

Es wird mir ein ewiges Rätsel bleiben. Aber ich frage mich doch, warum sich der Mythos so hartnäckig hält, dass nur eine systematisch entwickelte und geplante Strategie eine gute Strategie ist. Dabei sind deren Schwächen unübersehbar und bekannt. Werden sie nicht genügend hartnäckig verfolgt, kommt es zur vielbeschworenen Umsetzungslücke oder -schwäche.In der Regel beginnt dann die Suche nach dem Schuldigen, zumeist der Chef oder der beteiligte Berater. Oder die Ziele werden so konsequent verfolgt, dass illegale Handlungen plötzlich zulässig sind, und in der Folge das Unternehmen gefährden. Soll in der jüngeren Vergangenheit ja schon vorgekommen sein.

Dabei ist die Lösung des Problems längst bekannt. Man muss nur die richtigen Zutaten zusammen mischen und bekommt ein höchst bekömmliches Gericht.

Zutat Nr. 1: Emergente Strategien

Schon vor langer Zeit hat Henry Mintzberg einem Phänomen einen Namen gegeben, das nicht nur in Mintzberg-Grafikkleinen Unternehmen zu beobachten ist: die emergente Strategie. Es gibt im Unternehmensalltag immer wieder Entscheidungen, die nicht formal geplant und gesteuert werden. Sie tauchen auf und werden realisiert. In der Regel sind sie trotzdem seltsam stringent. Konsequenterweise bezeichnet er emergente Strategien als „ein Muster in einem Strom von Entscheidungen“.

Zutat Nr. 2: Scrum

Die agile Softwareentwicklung im Allgemeinen und Scrum im speziellen zeigt uns, wie massive, hochkomplexe und schließlich nicht mehr handhabbare Verfahren mit einfachsten Mitteln ersetzt werden können. Anstatt viel Energie in das sogenannte Front-Loading zu geben, also zu Beginn alle Anforderungen möglichst vollständig zu erheben, entstand die Idee eines organisierten Lernprozesses. Aus einer Produktvision wird ein erstes Inkrement herausgelöst. Dieses Minimal Viable Product wird entwickelt und getestet. An ihm wird gelernt. Lösungen werden verworfen, neue Ideen entstehen, und es geht in die nächste Runde.

Dabei erweisen sich kleine, einfache Tools, wie die Kanban-Tafel und einfache Schätzverfahren, als deutlich hilfreicher und prägnanter als komplexe Systeme, wie MS-Project oder ähnliches.

Zutat 3: Design Thinking

Ähnliches gibt es im Design Thinking. Das Minimal Viable Product ist in der Denke der Design-Entwicklung der Prototyp. Prototypen entstehen, um darüber zu sprechen. Sie werden in vielen Iterationen verworfen, überarbeitet und weiter entwickelt. Die Idee dahinter: scheitere früh und oft – bis die Gestalt entstanden ist.

Zutat Nr. 4: Lean Startup

Lean Startup hat das Minimal Viable Product und die Idee des frühen Scheiterns in die Startup-Welt transferiert. Die unvermeidbare Unsicherheit bei Entscheidungen wird durch die Idee des gezielten Scheiterns und der Iteration ausgehebelt.

Die fehlende Zutat Nr. 5: MyCle

Es gibt nur eine Zutat, die fehlt: der Rahmen, der die Gewissheit erzeugt, gut zu entscheiden. Sicherheit in RahmenEntscheidungssituationen gibt es nicht. Das liegt in der Natur der Sache. Wenn ich mir aber über den Kontext der Entscheidung, über meine eigenen Motive und handlungsleitende Werte im Klaren bin und eine Perspektive entwickelt habe, kann ich die Gewissheit erlangen, die nötig ist, um meine Umwelt zu gestalten.

Agile Strategiearbeit

Mixe ich diese Elemente zusammen, entsteht ein neues Bild von Strategieentwicklung, die einen neuen Begriff verdient: agile Strategiearbeit. Strategie wird gearbeitet. Sie entsteht

  • Schritt für Schritt im Alltag,
  • emergent als Serie von Entscheidungen,
  • in iterativen Zyklen,
  • ausgerichtet an der Idee einer wünschenswerten Zukunft,
  • unter Berücksichtigung der eigenen Bedürfnisse und Wertvorstellungen.

Sie stellt sich jeden Tag aufs Neue der Auseinandersetzung mit der Umwelt. Sie lässt sich flexibel an veränderte Situationen anpassen. Sie ist in der Lage, neue strategische Ideen und Initiativen einzubauen und auszutesten. Sie ist durchdacht. Sie ist nur eines nicht: sie ist nicht geplant.

Die Herausforderung moderner Strategiearbeit

Diesen Prozess zu organisieren, ist die Herausforderung moderner Strategiearbeit. Wie das mit einfachsten Mitteln, mit wenig Aufwand und ohne Vorkenntnisse funktioniert, haben wir mit MyCle gezeigt, unserer Unternehmensberatung „out of the box“. MyCle ist ein Verfahren über 6 Positionen, in dem der Entscheidungsrahmen für strategische Entscheidungen entsteht – vergegenständlich in einer Box. Ich kläre – als Person, Gruppe oder Organisation – was ich will und warum ich es will. Ich kläre den normativen Rahmen und die vorhandenen Bedürfnisse, die es zu bedienen gilt. Ich bewerte die Situation und MyCle_Zyklenkette_20160217entscheide mich in diesem Rahmen für das erste Handlungsfeld, den nächsten Schritt.

Und dann steige ich auf den Gipfel – Schritt für Schritt, in immer neuen Iterationen der Arbeit mit MyCle. Ob der Gipfel allerdings am Ende derselbe ist, wie der, den ich zu Beginn anvisiert habe, ist eher unwahrscheinlich.

 

Über den Autor

Dieter Bickenbach ist Mitgründer und Gesellschafter des geschaeftswarenladens und Initiator der Idee, den Berater überflüssig zu machen.

Als gelernter Politologe und seit 1990 in beratenden Berufen tätig, ist er gemeinsam mit Steffen Moldenhauer als Geschäftsführer des Geschäftswarenladens für den Überblick und das Ganze und für das Vorankommen zuständig.
Was es heißt, unternehmerisch wie Islands Fussballer zu agieren!

Was es heißt, unternehmerisch wie Islands Fussballer zu agieren!

Fussballer

 

Berlin hat 10 mal so viele Einwohner wie ganz Island. Stellen wir uns vor, der Bezirk Berlin Mitte (ca. 360‘000 Einwohner) hätte es geschafft, aus den Bewohnern eine Fussballmannschaft zusammenzustellen, die in der Europameisterschaft im Viertelfinale steht. Oder in der Schweiz stellt der Kanton Tessin eine Nationalmannschaft zusammen. Das sind die Grössenverhältnisse.

Wow! Das wollen wir auch können. Es stellt sich die Frage: Wie geht das?

Unternehmerisch würde diese Frage lauten: wie schaffen wir es, als kleines oder mittelgrosses Unternehmen gegen die grossen Marktführer anzukommen?

In der Arbeit mit MyCle gibt es die Möglichkeit, sich durch solche Impulse anregen zu lassen. Also habe ich aus dieser Perspektive einmal drei unterschiedliche Aspekte herausgegriffen und in den unternehmerischen Kontext gestellt. Das sind: das Team, die Ressourcen und die Strukturen.

Das Team

FBPost2Wer das Fussballspiel Island gegen England bei der EM 2016 gesehen hat, dem ist sofort klar: das Team hat perfekt funktioniert. Was heisst funktioniert? Es hat harmonisiert, es hatte ein gemeinsames Ziel, und selbst bei dem frühen Gegentor sind die Spieler nicht in ein Frustloch gefallen. Sie waren gemeinsam stark und haben an die eine Sache geglaubt: wir können und wollen gewinnen.

Für Teams in Unternehmen gilt das gleiche. Wenn wir gemeinsame Ziele haben und daraus Gemeinschaft bilden, lassen wir uns von der Grösse eines Gegners nicht beeindrucken. Auch Niederlagen werden akzeptiert. Das Ziel wird jedoch nie aus den Augen verloren. Es sind die weichen Faktoren, das Verhalten im Team, das eine zentrale Rolle spielt.

Die Ressourcen

Ein so kleines Land wie Island hat nicht die grosse Auswahl von Ressourcen, sprich Spieler. Die vorhandenen Spieler sind jedoch selbst motiviert, ehrgeizig und lernfähig. Schon durch die Qualifikation konnten Erfahrungen gesammelt werden. Viele suchen den einzigen besten Spieler oder Mitarbeiter. Letztendlich sind es diejenigen, die zur Verfügung stehen, um das Beste daraus zu machen. Und das haben die Isländer geschafft. Ob es der geniale Einwurf ist, der unbändige Kampfgeist oder der 80 m Sprint – jeder bringt seine Fähigkeiten am Besten in das Team ein.

Gerade bei kleinen und mittelgrossen Unternehmen zählt jeder Mitarbeitende mit seinen Fähigkeiten. Die Auswahl von einzelnen Fachspezialisten ist meist nicht gegeben. Es werden auch allgemeine Aufgaben im Alltag zu bewältigen sein. Die Strukturen sind flach und auf die Ressourcen kann breit zugegriffen werden. Man kennt sich, man versteht sich und unterstützt sich gegenseitig.

Die Strukturen

Das Klima in Island ist für das Fussballspielen nicht gerade ideal. Die Durchschnittstemperatur im Sommer beträgt gerade einmal 12°C und es gibt 180 Schneetage. Das grösste Stadium Laugardalsvöllur fasst rund 15‘000 Zuschauer. Mit viel Fleiss und Energie hat Island trotzdem Strukturen geschaffen, in denen sich der Fussballsport entwickeln kann: einerseits über die Möglichkeit auch bei schlechtem Wetter in Hallen Fussball zu spielen, anderseits auch in der Jugendförderung. Es ist die Summe der verschiedenen Aktivitäten, die zu einem Gesamtergebnis geführt haben. Sicher hat dazu auch beigetragen, dass das Land vor der Finanzblase gut in die Infrastruktur investieren konnte.

Auch Unternehmen haben nicht immer alle Strukturen im Übermass zur Verfügung. Wer jedoch zielorientiert und langfristig denkt, baut Schritt für Schritt eine sehr gute Basis auf. Kontinuität und sorgsame Umgang mit der Infrastruktur sorgt für eine lange Nutzungsdauer.

Was lernen wir daraus?

Was wäre, wenn Sie wie die isländische Fussballnationalmannschaft wären? Als Unternehmen oder TwitterPost2Organisation würden Sie Ihre vorhandenen Ressourcen gezielt und effizient nutzen und auch gezielt in Infrastruktur investieren. Das alleine reicht noch nicht aus. Es geht auch um die Menschen, die Kultur, die notwendig ist, um Vorhandenes richtig einzusetzen. Es braucht das gemeinsame Verständnis und Ziele, was erreicht werden soll. Es braucht ein Team.

Mit MyCle, der Unternehmensberatung „out of the box“, ist es möglich, so eine gemeinsame Grundhaltung und gemeinsame Ziele im Team zu entwickeln. Das bedeutet einerseits Absicherung in den Entscheidungen und andererseits den sinnvollen Einsatz der bestehenden Ressourcen.

Fazit

Island hat in der Qualifikation zur Europameisterschaft schon einige andere Mannschaften geschlagen und u.a. die Niederlande hinter sich gelassen. 2004 hat Island Italien in einem Freundschaftsspiel 2:0 besiegt. Es ist keine Eintagsfliege. Der Fussball in Island hat wirklich kulturelle und strukturelle Erfolgskomponenten. Das gilt übrigens auch für die Handball- und Basketballmannschaften.

Auch Unternehmer dürfen sich nicht auf den Zufall verlassen. Wenn Entscheidungen gemeinsam und verständlich gefällt werden, ist es einfacher und klar, was jeder selbst zur Zielerreichung beitragen kann. Das gibt Kraft mit geringen Energieverlusten.

Einfach eine starke Mannschaft.

Über den Autor

Dr. Michael Hartschen ist Mitgründer und Gesellschafter des geschaeftswarenladens, Innovationsfachmann und Querdenker.

Als gelernter Maschinenbau-Ingenieur hat er sich der Innovation und der Einfachheit verschrieben – eine Qualität, die einem Do-it-Yourself-Ansatz mehr als zuträglich ist.

Warum Gabi nicht weiss, was sie will. Und wie Minigolf spielen helfen kann.

Warum Gabi nicht weiss, was sie will. Und wie Minigolf spielen helfen kann.

Anfang

 

Immer wieder werden wir mit Zukunftsfragen konfrontiert. Die für andere zu beantworten, fällt leicht. Jedoch für sich selbst ist das nicht immer einfach. Aussagen wie:

  • Woher soll ich wissen, was ich will?
  • Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht!
  • Wenn das doch so einfach wäre, …

So war es auch bei Gabi. Sie ist kreativ, offen und interessiert sich für vieles. Für ihre Freunde ist sie stets ein guter Ratgeber. Auf einmal wird sie selbst mit der Situation der Zukunftsfrage konfrontiert.

Gabi musste sich aufgrund einer Veränderung erstmals gewisse Zukunftsfragen stellen:

  • Was will ich zukünftig überhaupt machen?
  • Wie stelle ich mir meine Zukunft vor?
  • Was soll in der Zukunft alles geschehen?

Entscheidungen müssen in den kommenden ein bis zwei Jahren gefällt werden. Verschiedene Fragen müssen beantwortet werden, mit denen sie sich vorher noch nie so richtig beschäftigt hat. Und auf einmal geht es um sie selbst und nicht um andere. Denn bisher ist ja alles so einfach gewesen. Es hat sich einfach alles stetig zum Guten entwickelt. Bis jetzt!

Nicht jeder kann einfach und schnell ein Zukunftsbild für sich entwickeln

Gabi kam mit dem Anliegen zu mir und fragte mich, ob ich Ihr weiterhelfen kann. Das freute mich natürlich. Und ja, ich wollte. Die Situationen kenne ich aus vielen Projekten. Es sind häufig die gleichen Blockaden, die solchen Situationen zugrunde liegen und gelöst werden müssen. Es ist beim Minigolf spielen. Wenn man von aussen zuschaut, kann man anderen schnell sagen, was einem gefallen hat und was nicht. Spielt man selbst, sieht die Situation ganz anders aus.

Warum fällt es uns so schwer, Zukunftsbilder zu entwickeln? Weil wir es nicht gewohnt sind und wir keinen eigenen Antrieb dazu hatten. Es gibt noch mehr Gründe.

  • Wir suchen nach einem Gefühl von Sicherheit.
    Was hat sich in der Vergangenheit bewährt – nach dem Motto: Wenn dies passiert, dann hat es das zur Folge. Wenn wir den Kuchen zu lange im Ofen lassen, dann wird er schwarz! Dieses Sicherheitsgefühl brauchen wir zum Überleben. Es basiert auf unseren Erfahrungen in der Vergangenheit.
  • Wir wissen nicht sofort die richtige Antwort oder Lösung!
    Es wird von uns im Alltag häufig verlangt, sofort die richtige Antwort auf Fragen zu haben. Schliesslich sind wir ja Expertin oder Experte auf dem Gebiet. Und auf einmal ist das nicht mehr so. Wir wollen die perfekte Lösung , die perfekte Antwort geben und haben sie nicht sofort parat. Das verunsichert.
  • Alles muss konkret und für andere nachvollziehbar sein!
    Nein, das muss es nicht. Und schon gar nicht bei Zukunftsfragen. Hier muss mit Annahmen gearbeitet werden. Diese Art zu denken und zu handeln, haben wir im Grundsatz durch unsere rationelle Denkweise verlernt. Kinder können das noch sehr gut, z.B. beim Spielen. Da kommen auf einmal ganz tolle Geschichten auf.

Es braucht einen Anstoss!

nachvollziehbarDas ist wie beim Minigolf spielen. Wenn man nicht den ersten Schlag macht und versucht, die Hindernisse – sprich Blockaden – zu überwinden, wird man auch nie einen Ball einlochen. Und das ist nun mal Übungssache.

Einlochen heißt hier, ein eigenes Zukunftsbild entwickeln zu können. Wir müssen einfach beginnen, etwas aufs Papier zu bringen, ohne lange darüber nachzudenken – egal ob es nun absolut richtig ist oder nicht. Es ist ein erster Schritt.

Auch bei Gabi war es so. Ich war mir ganz sicher, dass Sie im Innersten genau weiss, wie Ihr Zukunftsbild aussieht. Sie kann es im Moment nur nicht klar fassen und niederschreiben. Kurz gesagt: Gabi braucht einen Anstoss, um wieder frei denken und handeln zu können. Der Anstoss waren verschiedene Fragen:

  • Was weisst Du heute schon, was Du in Zukunft auf gar keinen Fall machen möchtest?
  • Was fällt Dir schwer oder ist mühsam, was macht Dir eigentlich keine Freude?
  • Was macht Dir besonders viel Spass?
  • Wenn Du einen positiven Traum formulieren könntest, wie würde dieser Aussehen?
  • Wenn alles möglich wäre, welche Situation würdest du vorfinden?

Gabi und ich haben unsere Gedanken zu diesen Fragen einfach einmal ausgetauscht. Parallel hat sie sich ein paar Notizen gemacht. Und dann kam die grosse Aufgabe.

Gabi schreibt einen Brief!

Dann kam MyCle ins Spiel. Ich habe Gabi die Aufgabe gegeben, einen Brief aus der Zukunft zu schreiben. Sie sollte sich vorstellen, rückblickend aus der Zukunft in fünf Jahren einer guten Freundin einen Brief zu schreiben . Darin sollte sie beschreiben, welche erfolgreichen und weniger erfolgreichen Erlebnisse sie hatte.

Und Gaby hat es gemacht. Sie hat sich zurückgezogen. Eineinhalb Stunden später kam sie wieder zurück und hat mir den Brief vorgelegt. Wir haben ihn gemeinsam, wie bei MyCle beschrieben, ausgewertet und beurteilt. Daraus haben sich sofort gewisse Massnahmen abgezeichnet. Die Blockade war beseitigt und das Zukunftsbild wurde klarer, vielleicht noch nicht ganz fertig, aber doch konkret und vorstellbar. Gabi konnte die nächsten Schritte selbst gehen.

Die Auflösung

Sie fragen sich jetzt vielleicht, wer ist Gabi und um welches Zukunftsthema ging es? Gabi ist 13 Jahre alt Einlochenund musste sich Gedanken über ihre zukünftige schulische und berufliche Entwicklung machen. Soll sie weiter auf die Schule gehen oder eher eine Ausbildung anfangen. Aber in welchem Bereich soll sie die Ausbildung starten und warum? Gabi hatte Antworten für sich gefunden.

Und es kam noch besser. Sie musste eine Art Multitest für die Bewerbungen machen. Was meinen Sie, über welches Thema Sie in 20 Minuten einen Aufsatz verfassen musste? Richtig! „Wie sieht meine Zukunft aus!“ Sie hat dafür eine fantastische Beurteilung bekommen.

Gabi ist glücklich und zufrieden. Sie hat eigentlich schon so viel über ihre Zukunftspläne gewusst. Sie waren jedoch im Unterbewusstsein versteckt. Und Dank der konkreten Auseinandersetzung mit der Fragestellung und der Hilfe von MyCle, hat Sie nun einen perfekten Weg für sich gefunden. Noch besser: sie weiss jetzt auch, wie sie die Antworten auf diese Frage immer weiter entwickeln kann. Es ist eben wie beim Minigolf: Wenn man einmal den ersten Schlag gemacht hat, entwickelt sich das Spiel immer weiter. Je mehr Übung wir darin haben, desto erfolgreicher werden wir und desto mehr Spass macht es. Wie mit MyCle.

Mein Tipp: Fangen Sie an, Minigolf zu spielen, und denken Sie dabei, wie sich Zukunftsfragen entwickeln können. Viel Erfolg dabei.

 

Über den Autor

Dr. Michael Hartschen ist Mitgründer und Gesellschafter des geschaeftswarenladens, Innovationsfachmann und Querdenker.

Als gelernter Maschinenbau-Ingenieur hat er sich der Innovation und der Einfachheit verschrieben – eine Qualität, die einem Do-it-Yourself-Ansatz mehr als zuträglich ist.